Familien in der Schweiz haben 2013 weniger Steuern und Sozialabgaben bezahlt als im Vorjahr. Bei Arbeitnehmern ohne Kinder blieb der Anteil von Steuern und Abgaben an den Gesamtarbeitskosten – der sogenannte Steuerkeil — gleich. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD-Studie «Taxing Wages 2014».

Insgesamt liegt die Belastung von Arbeitseinkommen in der Schweiz traditionell deutlich unter dem OECD-Mittel, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag mitteilte.

Im Durchschnitt 22 Prozent

Eine kinderlose alleinstehende Person mit durchschnittlichem Bruttolohn etwa zahlte 22,0 Prozent Steuern und Sozialabgaben (+0,1 Prozentpunkt). In der Schweiz werden aber die Einzahlungen in die berufliche Vorsorge und in die obligatorische Krankenversicherung in der Studie nicht eingerechnet.

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Entlastet wurden im vergangenen Jahr Familien. Allerdings waren gerade Familien  in den Jahren zuvor mehr belastet worden. Ein eindeutiger Trend lasse sich deshalb nicht feststellen.

Steuerlast hat in 21 von 34 Ländern zugelegt

Insgesamt hat sich die Steuer- und Abgabenlast im vergangenen Jahr in 21 von 34 OECD-Ländern erhöht. Am massivsten fielen die Steigerungen in Portugal, der Slowakei und den USA aus. Deutschland dagegen war eines der wenigen Länder, in denen die Steuerlast ebenfalls sank. Dort ist allerdings die Gesamtbelastung im internationalen Vergleich nach wie vor hoch. 2013 lag sie für einen unverheirateten Angestellten ohne Kinder bei 49,3 Prozent.

Im OECD-Durchschnitt liegt der Steuerkeil für einen unverheirateten Angestellten ohne Kind nun bei 35,9 Prozent (+0,2 Prozentpunkte). Mit der Zunahme setzt sich eine Tendenz fort, die 2011 begonnen hat Bis 2010 hingegen waren Steuer- und Abgabenlasten im OECD-Raum in der Regel gesunken.

Die Steuer- und Sozialabgabenlast auf die Arbeitskosten berechnet sich laut OECD vor allem aus der Einkommensteuer sowie den Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, abzüglich etwa des Kindergeldes. 

(reuters/sda/me/sim)