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Die UBS will an Trumps Steuersenkungen verdienen

Donald Trump: Sein Steuerprogramm entlastet Unternehmen. Keystone

Die UBS erwartet sowohl positive als auch negative Folgen der Steuerpläne von Donald Trump. In der Summe allerdings überwögen die Vorteile. Dabei hat die Bank ihre Kunden im Blick.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Die Schweizer Grossbank UBS dürfte unter dem Strich von den Steuersenkungsplänen von US-Präsident Donald Trump profitieren. Zwar verringere eine Senkung der Abgaben potentiell die Steuervorteile, die die Bank nach Jahren mit Verlusten in den USA noch geltend machen kann. Für die US-Wirtschaft und mögliche weitere Zinserhöhungen sei dies jedoch gut, sagte UBS-Finanzchef Kirt Gardner am Donnerstag auf einer Veranstaltung.

«In einer Netto-Betrachtung ist das sehr positiv für uns», sagte er. Zudem dürften die Steuersenkungspläne die Stimmung bei den amerikanischen Kunden der Bank aufhellen. Und wenn diese wieder mehr handeln und investieren, verdient auch die UBS.

Fragen zur Finanzierung bleiben

Trump hatte am Mittwochabend niedrigere Unternehmenssteuern, eine Senkung des Spitzensteuersatzes für Private und niedrigere Steuersätze für Normalverdiener angekündigt. Allerdings liess er offen, wie die Reform finanziert werden soll, ohne das Haushaltsdefizit auszuweiten.

UBS habe im zu Ende gehenden dritten Quartal die Zurückhaltung vieler Kunden im Handel zu spüren bekommen, sagte Gardner. Die Volatilität an den Börsen habe im Juli den tiefsten Wert seit Jahrzehnten erreicht.

(reuters/jfr/mbü)

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