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Kritik
Die USA beobachten die Schweiz weiter kritisch

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Finanzminister Ueli Maurer und Thomas Jordan, Chef der Schweizerischen Nationalbank: Die Schweizer Geldpolitik bleibt unter Beobachtung. Quelle: Pool/Getty Images

Die USA halten ein wachsames Auge auf die Schweizer Geldpolitik: Die Schweiz bleibt auf der Liste möglicher Währungsmanipulatoren.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Die USA rügen erneut die Währungspolitik Chinas. Das US-Finanzministerium stuft die Volksrepublik in seinem halbjährlichen Bericht aber nicht als Währungsmanipulator ein. China bleibe auf einer Beobachtungsliste – ebenso wie die Schweiz, Deutschland, Japan und Südkorea. Indien sei dort wegen seiner umfangreichen Devisenbestände hinzugefügt worden Weitere Schritte gelten damit als nicht ausgeschlossen. Eine offizielle Brandmarkung als Währungsmanipulator kann dagegen eine Reihe von Massnahmen nach sich ziehen, etwa das Verhängen von Strafzöllen.

Die Schweiz gilt für die USA seit 2016 als potenzieller Währungsmanipulator. Im aktuellen Bericht hebt die US-Behörden die weiterhin hohen Devisenbestände der Schweizerischen Nationalbank hervor. Die SNB habe besonders im Umfeld der französischen Wahlen im Frühling 2017 mehrmals im Devisenmarkt interveniert, um den Frankenkurs zu beeinflussen.

Handelsstreit ist nicht Thema

Der am Freitag veröffentlichte Bericht erwähnt nicht den derzeitigen Handelsstreit zwischen Washington und Peking. In den vergangenen Wochen ist der Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsgrossmächten eskaliert. Nach Erhebung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte kündigte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Abgaben für 1300 chinesische Produkte im Umfang von 50 Milliarden Dollar an. China drohte umgehend mit Zöllen in ähnlichem Umfang.

Die Regierung in Washington wirft China vor, Handelsgeheimnisse von US-Unternehmen zu stehlen und über Joint Ventures geistiges Eigentum abzuschöpfen. Das Finanzministerium forderte China in dem Bericht auf, seine Volkswirtschaft weiter für US-Güter und -Dienstleistungen zu öffnen.

(sda/mbü)

 

 

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