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Freihandel
Die USA, Kanada und Mexiko gleisen den Nafta-Deal neu auf

SIMI VALLEY, CA - FEBRUARY 09: Canadian Prime Minister Justin Trudeau speaks in the Ronald Reagan Presidential Foundation and Institute. (Photo by David McNew/Getty Images)
Kanadas Premier Justin Trudeau: Er weibelte für eine Fortsetzung des Nafta-Abkommens.Quelle: 2018 David McNew

Nordamerika bleibt eine Freihandelszone: Die USA, Kanada und Mexiko einigten sich auf eine Neufassung des Nafta-Deals.

Veröffentlicht am 01.10.2018

Im Ringen um eine Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) ist ein Durchbruch gelungen. Die USA, Kanada und Mexiko einigten sich auf eine Neufassung und Umbenennung des Abkommens.

So lautete es in der Nacht auf Montag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Erklärung in Washington und Ottawa. Die neue Handelsvereinbarung soll USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) heissen. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach von einem «guten Tag» für sein Land. Das Drei-Länder-Abkommen werde zu «freieren Märkten, fairerem Handel und kräftigem Wirtschaftswachstum in unserer Region» führen.

Einigung in letzter Minute

Die Einigung kam quasi in letzter Minute zustande – kurz vor Ablauf der gesetzten Frist für eine Verständigung, die um Mitternacht Ortszeit (6.00 Uhr Schweizer Zeit) endete. Damit gibt es auch künftig wieder ein Dreier-Abkommen mit Mexiko.

Das Nafta-Abkommen war 1994 unter den drei Ländern abgeschlossen worden und regelt eine der grössten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar ab.

Kritik von Trump

US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt, weil er eine Benachteiligung der USA beklagte. Die Gespräche begannen bereits vor mehr als einem Jahr und gerieten in den vergangenen Monaten wiederholt ins Stocken.

Die USA und Mexiko hatten bereits Ende August eine vorläufige Einigung für ein neues Handelsabkommen erzielt. Die beiden Staaten hatten angekündigt, im Zweifel eine bilaterale Vereinbarung in Kraft zu setzen, falls bis zum Auslaufen der Frist in der Nacht zu Montag keine Einigung mit Kanada zustande komme. Dieses Szenario ist aber nunmehr abgewendet worden.

(reuters/mbü/tdr)

 

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