Die US-Wirtschaft hat im April unerwartet viele Stellen geschaffen und die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gedrückt. Die Arbeitslosenquote sank von 7,6 auf 7,5 Prozent. Sie liegt aber noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund 6 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft stieg um 165'000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Im März gab es revidierten Angaben zufolge einen Zuwachs von 138'000 - das sind 50'000 mehr als zunächst ermittelt.

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Zudem stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne im April wie erwartet. Im Monatsvergleich habe es einen Zuwachs von 0,2 Prozent gegeben, teilte das Arbeitsministerium weiter mit. Im Vormonat hatten die Stundenlöhne noch stagniert. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel von 34,6 auf 34,4 Stunden.

Die US-Notenbank hatte Ende 2012 beschlossen, dass sie ihre Niedrigzinspolitik fortsetzen will, bis die Quote unter die Marke von 6,5 Prozent gesunken ist.

Die grösste Volkswirtschaft der Welt hatte im ersten Quartal merklich an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandprodukt stieg mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent, nachdem es Ende 2012 lediglich zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht hatte.

Experten gehen aber davon aus, dass die Dynamik schon im Frühjahr wieder nachlässt, weil die Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.

(chb/aho/sda)