Die Europäische Zentralbank (EZB) liegt laut ihrem Präsidenten Mario Draghi mit ihrem grossangelegten Programm zum Kauf von Staatsanleihen voll im Plan. Das Programm schreite reibungslos voran. Der Umfang der Käufe entspreche den Planungen, die monatlichen Käufe von Staatsbonds und anderen Wertpapieren von 60 Milliarden Euro vorsehen, erklärte Draghi in einem am Freitag veröffentlichten Brief an einen Abgeordneten des Europaparlaments. «Sorgen über die Knappheit von Anleihen sind daher zu diesem Zeitpunkt nicht gerechtfertigt», schrieb der Italiener.

Draghi zufolge gibt es aktuell keinen Grund, an der Zusammensetzung der Käufe etwas zu ändern. «Das Programm ist hinreichend flexibel, um geändert zu werden, sollten sich die Umstände ändern», fügte er hinzu. Die Währungshüter starteten ihre grosse Geldschwemme für das Bankensystem am 9. März. Das Gesamtvolumen des umstrittenen Programms, das im Fachjargon «QE» (Quantitative Easing) genannt wird, liegt bei rund 1,14 Billionen Euro. Pro Monat sieht es insgesamt Käufe von rund 60 Milliarden Euro vor.

Besser als erwartet

Bereits betonte EZB-Direktor Yves Mersch auf einer Veranstaltung in Barcelona, dass das Programm besser funktioniere als erwartet. Zugleich sagte er, die Aktion der EZB habe die Gefahr einer Deflation aus der Welt geschafft. «Diejenigen, die darauf gewettet haben, dass Europa eine Deflation erlebt, haben ihre Wette verloren.»

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(reuters/ise/hon)