1. Home
  2. Konjunktur
  3. Draghi sagt Deflation den Kampf an

Geldpolitik
Draghi sagt Deflation den Kampf an

Mario Draghi: Der EZB-Präsident will im Falle der Fälle alle Mittel einsetzen. (Bild: Keystone)

Der EZB-Präsident zeigt sich am WEF entschlossen. Er will einen allfälligen Preiszerfall in der Euro-Zone mit allen Mitteln bekämpfen. Die Teuerung liegt derzeit weit unter dem EZB-Ziel.

Veröffentlicht am 24.01.2014

EZB-Präsident Mario Draghi hat versichert, im Fall der Fälle mit allen Mitteln gegen einen für die Wirtschaft gefährlichen Preisverfall zu kämpfen. «Sollte es zu einer Deflation kommen, würden wir alle Instrumente einsetzen, die uns unser Mandat erlaubt», sagte Draghi auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Gegenwärtig sehe er allerdings nicht die Gefahr eine Spirale aus fallenden Preisen auf breiter Front in der Euro-Zone.

Deutlich unter dem EZB-Ziel

Zuletzt war die Teuerungsrate auf nur noch 0,8 Prozent abgesackt und lag damit deutlich unter dem EZB-Ziel von knapp unter zwei Prozent. Nach Einschätzung der Europäische Zentralbank wird sie noch länger so niedrig bleiben. Die EZB hatte ihren Leitzins quasi als Puffer gegen ein weiteres Abrutschen der Teuerung im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Zuletzt hatte Draghi sich alle Optionen offengehalten - etwa eine weitere Zinssenkung oder sogar negative Zinsen, weitere milliardenschwere Geldspritzen für die Banken und andere Massnahmen. Die EZB entscheidet das nächste Mal in zwei Wochen über ihren geldpolitischen Kurs. Die meisten Fachleute rechnen allerdings nicht damit, dass sie schon tätig wird.

(reuters/dbe)

Anzeige