Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos setzt grosse Hoffnungen in ein Steuerabkommen mit der Schweiz. Dadurch könnten Millionen in die klammen griechischen Kassen fliessen. Bis 2013, so der ambitionierte Plan von Venizelos, soll das Abkommen stehen.

Das geht vielen Griechen zu wenig schnell, zumal die EU sich bei Einzelabkommen mit der Schweiz zunehmend querlegt. Der Abgeordnete Evangelos Argyris, Vorsitzender des Kontrollausschusses der Parlamentsfinanzen, forderte deshalb am 15. November Finanzminister Venizelos in einem Brief zu schnelleren Massnahmen auf.

Und er beginnt dabei gleich bei sich und seinen Kollegen im Parlament: Das Finanzministerium soll alle Informationen offenlegen, die aufzeigen, welche griechischen Abgeordneten Vermögen im Ausland besitzen, insbesondere in der Schweiz. Laut Parlamentspräsident Philippos Petsalnikos werden die Deklarationen der Parlamentarier nun dahingehend überprüft.

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