Knapp 80 Prozent der Schweizer Hotels schätzen die Entwicklung der Schweizer Hotellerie in den nächsten zwei bis drei Jahren negativ ein. Zudem übertrafen im Geschäftsjahr 2014 nur ein Viertel der Hotels ihre Erwartungen zu Umsatz und Gästezahlen.

Grosses Wachstumspotenzial sieht die Branche allerdings im Gesundheitstourismus, wie aus einer Befragung des Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte zur Schweizer Hotellerie vom Mittwoch hervorgeht.

Verbesserung mit Social Media

Als Massnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation werden in der Deloitte-Studie ein attraktives Dienstleistungsangebot mit exzellentem Service, ein zielgerichtetes Marketing mit Fokus auf Kundenbindungssysteme und Social Media Präsenz ermittelt. Diese Bereiche wollten die Studienteilnehmer denn auch verbessern, allerdings fehlen es den meisten Hotels an einer klaren Strategie, kommst die Studie zum Schluss.

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Ein Branchentrend sei aber der Gesundheitstourismus. Rund 15 Prozent der Befragten planten denn auch einen Ausbau ihrer Aktivitäten in diesem Bereich.

Schwierige Fremdfinanzierung

Beklagt wird in der Branche, dass es zunehmend schwieriger werde an finanzielle Mittel zu kommen. Knapp 80 Prozent bewerteten den Zugang zu Fremdfinanzierung durch Banken als schwierig. Entsprechend nutze der Grossteil der befragten Hotels die Innenfinanzierung, etwa durch einbehaltene Gewinne und Abschreibungen. Privatinvestoren spielten insbesondere im Luxussegment eine grosse Rolle, wenn es um die schelle und kurzfristige Bereitstellung der Finanzmittel gehe.

Die Deloitte-Studie zur Schweizer Hotellerie sei die erste dieser Art und basiere auf persönlichen Gesprächen mit Eigentümern und Managern von 32 Schweizer Hotelbetrieben in der ganzen Schweiz aus dem Luxus- und Mittelklassesegment, im Wesentlichen im Bereich der Ferienhotellerie, wie Deloitte selbst angibt.

(awp/dbe/mbü)