Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich zu Jahresbeginn leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im Januar gegenüber dem Vormonat um 1,6 Zähler auf 54,6 Punkte.

Gleichwohl notierte der Index, der als wichtiger und verlässlicher Frühindikator gilt, weiterhin klar über der Wachstumszone von 50 Punkten, wie die Credit Suisse (CS) am Mittwoch mitteilte. Die Grossbank erhebt den Index zusammen mit dem Einkäuferverband procure.ch.

Langsame Entspannung auf Arbeitsmarkt

Ökonomen hatten einen leichten Rückgang des PMI auf 55,8 Zähler prognostiziert. Das vorausweisende KOF-Konjunkturbarometer hatte im Januar schlechtere Aussichten für die Schweizer Wirtschaft Konjunkturaussichten signalisiert.

Die solide Produktion, volle Auftragsbücher und bedarfsgerechte Lagerbestände bildeten die Grundlage für einen verheissungsvollen Jahresstart, kommentiert die CS die Zahlen. Ein Wermutstropfen bleibe aber: Die Arbeitsmarktlage entspannt sich nach wie vor nur langsam.

Viele bauen auf, viele bauen ab

Zwar kletterte die Subkomponente «Beschäftigung» wieder über die Wachstumsschwelle. Mit 52 Punkten liegt sie allerdings nur knapp darüber.

Einerseits ist der Anteil der Unternehmen, die Personal aufbauen, mit 20 Prozent so hoch wie noch nie in den vergangenen fünf Jahren. Andererseits reduzieren immer noch 18 Prozent der Unternehmen Personal.

(sda/jfr)