Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich überraschend deutlich verringert. Im März habe es 38,8 Milliarden Dollar betragen, nach revidiert 43,6 Milliarden Dollar im Vormonat, teilte das US-Handelsministerium mit.

Bankvolkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 42,3 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat hatte das Defizit ursprünglich 43,0 Milliarden Dollar betragen.

Prognosen deutlich verfehlt

Dagegen ist die Produktivität im ersten Quartal schwächer als erwartet gestiegen. Gleichzeitig legten die Lohnstückkosten in den Monaten Januar bis März ebenfalls weniger als erwartet zu. Auf das Jahr hochgerechnet (annualisiert) sei die Produktivität ausserhalb der Landwirtschaft um 0,7 Prozent geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium auf Basis vorläufiger Daten in Washington mit. Volkswirte hatten einen Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet.

Im Vorquartal habe es bei der Produktivität noch einen Rückgang von revidiert 1,7 Prozent (zuvor 1,9 Prozent) gegeben, hiess es weiter. Die Lohnstückkosten stiegen im Auftaktquartal annualisiert um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,7 Prozent gerechnet. Im Vorquartal waren die Lohnstückkosten noch um revidiert 4,4 Prozent (zuvor 4,6 Prozent) gestiegen.

Bessere Daten vom Arbeitsmarkt

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 18.000 auf 324.000 Anträge gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium ebenfalls mit. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 345.000 Anträge erwartet. Den Wert der Vorwoche revidierte das Ministerium von 339.000 auf 342.000 nach oben. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt fiel die Zahl der Anträge um 16.000 auf 342.250 Anträge.

(vst/aho/awp)

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