In der Schweiz sind im vergangenen Jahr erneut deutlich weniger DVDs verkauft worden. Der Verkaufsumsatz nahm um 23 Prozent auf 159,4 Millionen Franken ab. Diesen Verlust konnte auch das wachsende Blu-ray- und Digitalgeschäft nicht kompensieren.

Zwar wurden mit Filmen im High-Definition-Format (Blu-ray-Disk) 7,6 Prozent und mit Videos auf Abruf 59,4 Prozent mehr umgesetzt. Verglichen mit dem klassischen DVD-Geschäft, machen diese Sparten aber nur einen kleinen Teil des Kuchens aus, wie der Schweizerische Video-Verband (SVV) am Montag mitteilte.

Die aktuellen Daten der Media Control GFK International zeigen, dass der Umsatzrückgang in der gesamten Schweizer Home-Entertainment-Branche im Jahr 2012 rund 30 Millionen Franken oder fast 11 Prozent betrug. Bereits 2011 gab es einen Einbruch um knapp 10 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 248,3 Millionen Frankenumgesetzt.

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Die Verschiebung der Formate von der DVD hin zur Blu-ray-Disk sowie zum Onlineabruf setze sich somit weiter fort, hielt der Video-Verband fest. Trotzdem erziele das digitale Geschäft erst einen Anteil von 14,8 Prozent am Gesamtumsatz.

Für SVV-Vizepräsident Patrick Schaumlechner ist darum auch klar: «Industrie und Handel sollten gemeinsam alles daran setzen, um die Erfolgsgeschichte des physischen Geschäfts, trotz der digitalen Entwicklung, weiter zu stärken», liess er sich im Communiqué zitieren.

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Der Verkaufsschlager war im vergangenen Jahr die Komödie «Intouchables - Ziemlich beste Freunde». Der Animationsspass «Ice Age 4» und die Vampirromanze «Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht 1» folgten auf den Plätzen 2 und 3.

(rcv/sda)