Bei einem der bislang grössten Hackerangriffe in den USA wurden persönliche Daten von bis zu 143 Millionen Kunden der US-Wirtschaftsauskunftei Equifax blossgestellt. Die Attacke sei zwischen Mai und Juli erfolgt, wie der Finanzdienstleister am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Die Täter sollen dabei Zugriff auf Namen, Sozialversicherungsnummern sowie in etlichen Fällen auch zu Führerschein- und Kreditkartennummern gehabt haben. «Das ist eindeutig ein enttäuschendes Ereignis für unser Unternehmen», sagte Unternehmenschef Richard Smith in einer Erklärung. «Und eines, das auf das Herz dessen zielt, was wir sind und was wir tun.»

Der Aktienkurs von Equifax brach nachbörslich um fast neun Prozent ein. Das Unternehmen aus Atlanta vergibt Bonitätsnoten und hilft Verbrauchern, ihre persönlichen Daten zu verwalten und zu schützen. «Der schiere Umfang dieser Vorfalls ist äusserst beunruhigend», sagte Ryan Kalember von der Cyber-Security-Firma Proofpoint.

(reuters/mbü)