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Energieversorgung: Fukushima im Fokus

Die Katastrophe
Die Katastrophe

Im Rahmen der 4. World Engineers’ Convention (WEC ) 2011 diskutieren in Genf rund 2000 Ingenieure, Forscher und Politiker über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan.

Von Oskar E. Aeberli
2011-08-22

Zur WEC 2011 vom 4. bis 9. September in Genf werden rund 2000 Vertreterinnen und Vertreter der Ingenieurgemeinschaft aus 90 Nationen erwartet. Die Special- Session «Fukushima – Fakten und Konsequenzen » und die Verabschiedung einer Deklaration zur globalen Energieversorgung bilden dabei die beiden Hauptaktivitäten des Grossanlasses.

Wie können wir weltweit genügend Energie für die gesamte Menschheit erzeugen? Wie lässt sich der Zugang zur benötigten Energie sicherstellen? Diese Fragen stehen neben Fukushima im Zentrum des globalen Meetings. «Diese Herausforderungen kann die Schweiz nicht im Alleingang lösen. Dazu braucht es ein gemeinsames, weltweites Engagement », begründet Nationalrat Ruedi Noser (siehe Seite 40) seine Motivation als Präsident des Vereins WEC 2011.

Der Grossanlass soll aber nicht nur technische Lösungen aufzeigen und einen weltweiten Austausch ermöglichen, sondern auch Antworten auf die relevanten Energiefragen liefern. So wird am letzten Kongresstag eine Deklaration verabschiedet, die in einem breit abgestützten internationalen Prozess unter Einbezug von nationalen Ingenieurverbänden, Universitäten und weiteren Organisationen erarbeitet wird.

Die WEC 2011 ist national und international breit verankert. Für die Organisation zeichnen unter anderem die beiden Schweizer Ingenieurorganisationen SIA und Swiss Engineering verantwortlich. Zu den ideellen Trägern gehören die internationale Organisation Unesco und die World Federation of Engineering Organizations (WEFO), die 15 Millionen Ingenieurinnen und Ingenieure aus 90 Nationen vereinigt.

Für die WEFO bietet der Anlass in Genf eine echte Chance, die globalen Herausforderungen im Energiebereich auf verschiedenen Ebenen anzugehen. Dazu meint die Präsidentin Maria Laffargue: «Wir Ingenieure sind überzeugt, dass die Antworten auf die heute relevanten Fragen nur von Menschen kommen können, die neben fundiertem Fachwissen auch ein umfassendes ethisches Verständnis haben.»

Die WEC 2011 ist auch eine Plattform für den Ingenieur-Nachwuchs, sind doch in Genf die Beiträge junger Ingenieure gefragt. Deshalb ist das Projekt «Young Engineers» (siehe Seite 39) lanciert worden. Dabei arbeiten 100 junge Ingenieure von März bis August 2011 in internationalen Teams an insgesamt 15 Projekten, die von den Schweizer Fachhochschulen ausgeschrieben wurden. Diese untersuchen zum Beispiel, wie sich das städtische Leben künftig ohne Ölkonsum gestalten lässt.

Die «Handelszeitung» ist Medienpartner der 4. World Engineers’ Convention in Genf.

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