Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordwert gestiegen: Insgesamt gingen 4,82 Millionen. Personen einer Arbeit nach. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Europäischen Union sank im gleichen Zeitraum die Anzahl Erwerbstätige um 0,4 Prozent.

Dies zeigt die neueste Schweizerische Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS), die am Montag veröffentlicht wurde. Besonders viele Frauen stiegen neu in den Arbeitsmarkt ein. Die Anzahl der erwerbstätigen Frauen stieg um 2 Prozent, diejenige der Männer nur um 0,7 Prozent.

Die Zahl ausländischer Arbeitskräfte nahm um 3,0 Prozent zu und damit deutlich stärker als jene der schweizerischen Erwerbstätigen. Deren Anzahl stieg bloss um 0,6 Prozent. Insgesamt standen 1,40 Millionen ausländische Arbeitskräfte 3,42 Millionen schweizerischen Erwerbstätigen gegenüber.

Deutliche Zunahme beim Anteil Arbeitsloser

Eine deutliche Zunahme fand jedoch nicht nur bei den Arbeitstätigen, sondern auch bei den Arbeitslosen statt. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren 193'000 Personen gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) erwerbslos. Das sind 22'000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Erwerbslosenanteil gemäss ILO stieg damit von 3,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent.

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In der Europäischen Union ist die Erwerbslosenquote im letzten Jahr ebenfalls angestiegen. Sie lag im zweiten Quartal dieses Jahres bei 10,9 Prozent, während es im Vorjahr noch 10,3 Prozent waren.

In der Schweiz nahm auch die Jugendarbeitslosigkeit in diesem Zeitraum zu. Sie steig gemäss der ILO-Definition von 6,1 Prozent auf 7,0 Prozent. Im Gegensatz zu den Zahlen im restlichen Europa sind diese Werte allerdings nach wie vor tief: In der Europäischen Union war im zweiten Quartal fast jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Der Anteil lag bei 23,2 Prozent, im letzten Jahr waren es noch 22,6 Prozent.

Als Erwerbslose gemäss ILO gelten alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben und für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar sind. Diese Indikatoren ermöglichen internationale Vergleiche.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) veröffentlicht ebenfalls Indikatoren zur Arbeitslosigkeit. Diese erfassen direkt die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen.

(sda/tke)