Die Dienstleister in der Euro-Zone sind im März so kräftig gewachsen wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für diesen Wirtschaftssektor kletterte um 0,5 auf 56,0 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Ab 50 signalisiert das Barometer ein Wachstum. Zugleich gingen so viele Neu- und Folgeaufträge ein wie seit April 2011 nicht mehr. Die Betriebe bewerteten auch deshalb ihre Geschäftsaussichten so optimistisch wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Im Vertrauen auf einen anhaltenden Aufschwung stellten sie so viele Mitarbeiter ein wie zuletzt vor neuneinhalb Jahren. Wegen steigender Kosten hoben die Dienstleister ihre Verkaufspreise so kräftig an wie seit Juni 2011 nicht mehr. Die Geschäfte wuchsen in allen erfassten Euro-Ländern - am stärksten in Irland, gefolgt von Frankreich, Spanien und Deutschland.

Belebung des Welthandels nützt

Da die Industrie zugleich von der Belebung des Welthandels profitiert, erwarten Experten ein kräftiges Wirtschaftswachstum für die Euro-Zone im gerade beendeten ersten Quartal. «Der Konjunkturaufschwung ist wahrlich beeindruckend», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte mit 0,6 Prozent so stark gewachsen seit wie seit fast sechs Jahren nicht mehr.

(reuters/me)