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Einigung
EU und Japan wollen Freihandel besiegeln

Tokio: Japan handelt viel mit Europa. Keystone

Kurz vor dem G20-Gipfel steht die Europäische Union vor einer grundsätzlichen Einigung mit Japan. Das Abkommen hätte ein gewaltiges Potenzial für die Volkswirtschaften.

Veröffentlicht am 04.07.2017

Die EU peilt für Donnerstag eine Grundsatzeinigung mit Japan über ein gemeinsames Handelsabkommen an. Der Deal dürfte beim Brüssel-Besuch des japanischen Regierungschef Shinzo Abe und damit kurz vor dem Hamburger G20-Gipfel besiegelt werden, teilte der Europäische Rat am Dienstag mit.

Abe werde mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammenkommen. «Es ist zu erwarten, dass sie eine politische Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan sowie eine Verständigung über eine strategische Partnerschaft zwischen der EU und Japan verkünden.»

Grosses Handelsvolumen

Auf dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen Staats- und Regierungschefs aus Europa und Japan US-Präsident Donald Trump dazu bewegen, den Freihandel nicht zu schwächen.

Japan ist nach den USA und China die drittgrösste Volkswirtschaft, noch vor Deutschland. Das Handelsvolumen zwischen der EU und Japan belief sich 2016 auf etwa 125 Milliarden Euro. Dem Ifo-Institut zufolge könnte es durch den Abbau von Handelsbarrieren deutlich gesteigert werden. Allein das deutsche Bruttoinlandsprodukt kann demnach jährlich um bis zu 20 Milliarden Euro oder 0,7 Prozent höher ausfallen.

(sda/gku)

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