Die Preise in der Euro-Zone sind im Februar überraschend gefallen. Sie sanken zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Im Januar lag die Teuerung noch bei 0,3 Prozent. Insbesondere der Ölpreisverfall sorgt dafür, dass die Lebenshaltungskosten sinken: Energie verbilligte sich im Februar binnen Jahresfrist um 8,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt mit Sorge auf die purzelnden Preise, da sie eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent als optimal für die Konjunktur ansieht.

Signal für weitere Lockerung

EZB-Präsident Mario Draghi hat bereits signalisiert, dass die Währungshüter im März eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik beschliessen könnten. Ihr auf 1,5 Billionen Euro angelegtes Kaufprogramm für Anleihen und andere Wertpapiere läuft bis Ende März 2017. Damit soll die Konjunktur angekurbelt und auch die Inflation angeheizt werden.

(sda/me)