In der Eurozone hat sich die Teuerung im Februar entgegen einer ersten Schätzung doch abgeschwächt. Die Jahresinflationsrate sei von 0,8 Prozent im Vormonat auf 0,7 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamts Eurostat am Montag nach einer zweiten Veröffentlichung mit.

Eurostat hatte zunächst Ende Februar für die meisten Experten überraschend eine unveränderte Teuerungsrate von 0,8 Prozent gemeldet. Eurostat erklärte die vergleichsweise niedrige Februar-Teuerung unter anderem mit Preisrückgängen im Jahresvergleich bei Kraftstoffen und flüssigen Brennstoffen. Dagegen habe es Aufwärtsimpulse für die jährliche Inflation durch steigenden Preise für Tabak und Elektrizität gegeben.

Im Februar gab es laut Eurostat Preisrückgänge auf Jahressicht in Zypern (minus 1,3 Prozent), Griechenland (minus 0,9 Prozent) sowie in der Slowakei und Portugal mit jeweils minus 0,1 Prozent.

Finnland, Malta und Österreich an der Spitze

Die höchsten Inflationsraten wurden hingegen in Finnland und Malta mit jeweils 1,6 Prozent und in Österreich mit 1,5 Prozent gemessen. In Deutschland lag die für europäische Vergleichszwecke gemessene Inflationsrate (HVPI) bei 1,0 Prozent.

Die Preisdaten stehen derzeit mit Blick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) besonders im Fokus der Märkte. Im vergangenen Oktober war die Inflation im Währungsraum ebenfalls auf 0,7 Prozent gefallen und die Notenbank hatte sich im November mit einer Zinssenkung gegen die nach Einschätzung der Währungshüter zu geringe Teuerung gestemmt.

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Die EZB sieht die Preisstabilität im Währungsraum erst bei einer deutlich höheren Inflation von knapp zwei Prozent als gewährleistet an.

(sda/me)