Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im Mai erstmals seit vier Monaten wieder gesunken. Die Betriebe im Währungsgebiet stellten 0,3 Prozent weniger her als im April, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten weitgehend damit gerechnet.

Viele erwarten dennoch, dass die Konjunktur in der Euro-Zone im Frühjahr erstmals nach sechs Quartalen wieder zugelegt hat. «Die Industrieproduktion im Mai lässt auf ein Ende der Talfahrt hoffen», sagte Johannes Mayr von der Bayern LB. Er rechnet damit, dass die Wirtschaftskraft im Euroraum um 0,1 Prozent gestiegen ist.

Leichter Aufwärtstrend intakt

Auch Postbank-Experte Heinrich Bayer sprach trotz des Rückgangs von «durchaus erfreulichen» Daten und sieht den leichten Aufwärtstrend weiter intakt. «Nach zuvor drei Anstiegen in Serie ist der leichte Rücksetzer nämlich verkraftbar.»

In Italien stieg die Produktion (ohne Bau) um 0,1 Prozent, in Spanien um 0,3 Prozent. In Deutschland und Frankreich hingegen gab es zwar Rückgänge von 0,8 und 0,5 Prozent. Allerdings waren die Betriebe in den beiden größten Volkswirtschaften der Euro-Zone im April jeweils mit deutlichen Zuwächsen ins zweite Quartal gestartet.

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(jev/aho/reuters)