Die Haushaltsdefizite in der Eurozone sind im vergangenen Jahr gesunken - aber weniger stark als zunächst ermittelt. Im Verhältniss zum Bruttoinlandprodukt sei das öffentliche Defizit in Währungsraum im Jahr 2014 von 3,0 Prozent im Vorjahr auf 2,6 Prozent gefallen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mit.

Allerdings hatte Eurostat in der vorherigen Schätzung nur ein Defizit von 2,4 Prozent ermittelt. Die Defizite der Staaten der Eurozone sollen laut den EU-Verträgen jeweils nicht über drei Prozent des BIP steigen.

Deutschland mit Mini-Überschuss

Überschüsse erzielten in der Eurozone Luxemburg (+1,4 Prozent), Estland (+0,7 Prozent) und Deutschland (+0,3 Prozent). Die höchsten Defizite wiesen Zypern (-8,9 Prozent), Portugal (-7,2 Prozent), Spanien (-5,9 Prozent) auf.

Der öffentliche Schuldenstand in der Eurozone stieg von 91,1 Prozent (Ende 2013) auf 92,1 Prozent (Ende 2014). Hier war zunächst ein Wert von 91,9 Prozent ermittelt worden.

(awp/mbü/me)