In der Nacht ist der Euro auf bis zu 1,2164 Franken abgesackt. Am Morgen wurden wieder 1,2218 Franken bezahlt. Auch der Dollar kam nach schwachen Konjunkturdaten unter Druck und markierte bei 0,8533 Franken ebenfalls ein neues Rekordtief.

Für die Euro-Bewegung in der Nacht habe es keinen konkreten Auslöser gegeben, im Hintergrund sorge die anhaltende Euro-Schuldenkrise aber für die Flucht in den sicheren Hafen, heisst es am Markt.

Aussagen des Chefs der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, zu einer möglichen Verschärfung der Schuldenkrise hatten den Euro bereits am späten Donnerstagnachmittag auf Talfahrt geschickt

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Gegenüber dem Dollar legte der Euro dagegen spürbar zu und kostete am Morgen 1,4250 Dollar, nachdem er am Vorabend noch auf bis zu 1,4070 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,4168 (Mittwoch: 1,4069) Dollar festgesetzt.

Unterstützung erhielt der Euro von den enttäuschenden US-Konjunkturdaten. So hatte das amerikanische Handelsministerium am Donnerstag den schwachen Jahresauftakt der US-Wirtschaft bestätigt. Zudem fielen neue Zahlen vom Arbeitsmarkt schlecht aus.

Der US-Notenbank Fed dürfte diese Entwicklung überhaupt nicht gefallen, gilt die Konjunktur- und Arbeitsmarktschwäche doch als Hauptgrund für ihre hoch-expansive Geldpolitik. "Die Fed wird noch lange warten, bis sie an eine Normalisierung ihrer Geldpolitik denkt", kommentierten die Experten von der Commerzbank.

(tno/laf/sda/awp)