Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone schlägt sich nur allmählich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Im Juni suchten 17,76 Millionen Frauen und Männer einen Job, wie die europäische Statistikbehörde am Freitag mitteilte.

Das waren 31'000 mehr als im Mai, aber 811'000 weniger als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote lag den dritten Monat in Folge bei 11,1 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit März 2012.

Arbeitsmarkt deutlich verspätet

Die Wirtschaft im Währungsgebiet erholt sich zwar etwas. Aber dies kommt am Arbeitsmarkt üblicherweise nur mit deutlicher Verspätung an. Zudem ist die Schere zwischen den einzelnen Mitgliedsländer weiterhin gross: Die niedrigste Erwerbslosenquote gab es - nach einheitlichem EU-Standard berechnet - in Deutschland mit 4,7 Prozent.

Schlusslicht bleibt das finanziell angeschlagene Griechenland, das gegen die Rezession kämpft. Hier lag die Quote im April bei 25,6 Prozent, in Spanien betrug sie im Juni 22,5 Prozent.

(reuters/gku/ama)