Angesichts der Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Grimsvötn hat die Deutsche Flugsicherung eine teilweise Sperrung für den deutschen Luftraum verhängt. In Bremen und Hamburg werden ab Mittwochmorgen keine Starts und Landungen freigegeben, wie die Flugsicherung am Dienstagabend mitteilte.

In Bremen gilt das Verbot ab 5.00 Uhr, in Hamburg ab 6.00 Uhr. Im Laufe des Vormittags könnten auch die Flughäfen in Berlin betroffen sein. Der Flughafen Hannover liegt demnach "genau an der Grenze des kontaminierten Luftraums", so dass zunächst keine Prognose möglich war. Wie lange es zu Beeinträchtigungen kommen werde, sei derzeit nicht abzusehen.

Der aktivste isländische Vulkan Grimsvötn war am Samstag ausgebrochen. Seine Aktivität ging inzwischen zurück. Wegen der Schliessung von Teilen des Luftraums über Grossbritannien fielen am Dienstag nach Angaben der europäischen Flugsicherung Eurocontrol etwa 500 Flüge aus.

Obwohl der Ausbruch des Grimsvötn heftiger war als der eines anderen isländischen Vulkans 2010, hatte das Naturereignis zunächst nicht die gleichen Folgen. Damals sassen auf den europäischen Flughäfen zehn Millionen Reisende fest, und Airlines machten Verluste von 1,2 Milliarden Euro.

(rcv/laf/sda)

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