Allein bis Ende 2011 müssen die Griechen gemäss dem beschlossenen Sparprogramm 6,4 Milliarden Euro sparen. Bis 2015 sollen weitere 22 Milliarden hinzu kommen.

Zudem will der Staat durch Privatisierungen und den Verkauf staatlicher Immobilien 50 Milliarden Euro einsammeln. Die Gewerkschaften - vor allem die des staatlichen Bereichs - kündigten trotz der dramatischen Finanzlage umfangreiche Streiks für den 15. Juni an.

Die Diskussion im Ministerrat unter dem Vorsitz des sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou dauerte mehr als fünf Stunden. Vorangegangen waren zweitägige, zum Teil stürmische Diskussionen in den Parteigremien der regierenden Sozialisten.

Das Sparprogramm muss noch vom Parlament in Athen gebilligt werden. Die entscheidende Abstimmung soll am 28. Juni stattfinden, wie Medien berichteten. Die regierenden Sozialisten verfügen über 156 Mandate im 300 Abgeordnete zählenden Parlament.

Die Billigung des Sparprogramms durch das Parlament ist eine der Bedingungen dafür, dass die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche der Finanzhilfe für Griechenland über zwölf Milliarden Euro geben.

Kommt das Geld nicht, ist Griechenland nach den Worten seines Finanzministers Giorgos Papakonstantinou bis Ende Juli pleite.

(cms/sda)