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Konjunktur

Bonität Griechenlands weiter gesunken

Nicht nur die Akropolis hat schon bessere Zeiten gesehen. (Bild: Keystone)

Nach Standard & Poor's hat nun auch die US-Ratingagentur Fitch Griechenlands Kreditwürdigkeit herabgestuft. Neu gibt es nur noch ein “B+”.

Veröffentlicht am 20.05.2011

Die US-Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter und deutlich gesenkt. Die Bonität sinkt um gleich drei Noten von "BB+" auf "B+", wie Fitch mitteilte. Damit folgt Fitch der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die ihre Bewertung bereits Anfang April um zwei weitere Noten reduziert hatte. Beide Agenturen beurteilen den Ausblick für das Rating negativ, was weitere Herabstufungen erwarten lässt.

Fitch begründet die jüngste Aktion zum einen mit voraussichtlichen Problemen bei der Umsetzung der Sparprogramme Griechenlands. Zudem verweist die Agentur auf politische Risiken. Bei dem aktuellen Rating geht die Agentur davon aus, dass Griechenland neue Hilfszahlungen durch die Europäische Union (EU) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten wird. Zudem nimmt die Agentur an, dass es zu keiner "weichen" Umschuldung in Griechenland kommen wird. Falls die Laufzeiten griechischer Staatsanleihen doch verlängert würden, wäre das für Fitch ein "Kreditereignis". Mit anderen Worten: Fitch würde diesen Fall als Zahlungsausfall ansehen. "Griechenland und seine Anleihen würden dann entsprechend bewertet werden", so die Agentur.

(rcv/awp)

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