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Jobmarkt
Brexit lässt Arbeitgeber ängstlicher werden

Canary Wharf in London: Firmen halten sich mit Neueinstellungen zurück. Keystone

Das Brexit-Votum bremst die Neueinstellungen in britischen Unternehmen. Auch die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung sollen reduziert werden. Ökonomen rechnen mit einer Rezession.

Veröffentlicht am 15.08.2016

Nach dem Votum Grossbritanniens für einen Ausstieg aus der Europäischen Union (EU) sind die Arbeitgeber des Landes einer Studie zufolge bei Neueinstellungen zurückhaltender geworden. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Belegschaft in den kommenden drei Monaten vergrössern wollen, sank seit dem Brexit-Referendum im Juni von 40 auf 36 Prozent.

Das ging aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Personalexperten-Vereinigung CIPD und des Arbeitskräftevermittlers Adecco UK & Ireland hervor. Insgesamt bestehe zwar weiter die Neigung zu Neueinstellungen, und bei vielen Unternehmen herrsche «business as usual», erklärte CIPD. Vor allem im privaten Sektor zeige sich aber wachsende Vorsicht.

Rezession erwartet

Auch bei der Weiterbildung verhalten sich die Arbeitgeber der Studie zufolge zunehmend zögerlich: Jeder Fünfte geht davon aus, dass sich seine Investitionen in Aus- und Weiterbildung wegen des geplanten EU-Austritts verringern werden.

Volkswirte rechnen damit, dass Grossbritannien wegen der Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen mit der EU in eine Rezession abgleiten wird. Knapp zwei Monate nach dem Brexit-Votum am 23. Juni ist noch kein klarer Fahrplan erkennbar, wann das Land aus der EU austritt. Als wahrscheinlich gilt einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen Ende 2019 statt - wie bisher erwartet - Anfang desselben Jahres, weil sich die Vorbereitung verzögern.

(reuters/gku/hon)

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