Der ungewisse Ausgang des Brexit-Referendums treibt die Kosten für die Absicherung gegen Turbulenzen am Devisenmarkt immer weiter in die Höhe. Terminkontrakte, mit denen Anleger sich den aktuellen Kurs des Pfund Sterling zum Dollar und zum Euro bis kurz nach der Abstimmung am 23. Juni sichern können, stiegen am Montag erneut auf ein Sieben-Jahres-Hoch.

Obwohl Umfragen Befürworter und Gegner eines Austritts Grossbritanniens aus der EU fast gleichauf sehen und Buchmacher die Wahrscheinlichkeit eines Brexit auf gerade einmal 20 Prozent taxieren, erwarten Anleger mehrheitlich eine Abwertung des Pfund Sterling. Dies lässt sich an den sogenannten Risk Reversals ablesen, die das Verhältnis von Wetten auf steigende und fallende Kurse widerspiegeln.

Crash oder Erleichterungsrally

Sollten sich die Briten für den Brexit - den Ausstieg aus der EU - entscheiden, rechnen Experten mit einem Börsenbeben. Das Pfund und auch die europäischen Aktienmärkte könnten um 30 Prozent einbrechen. Bei einem Sieg der EU-Befürworter prognostizieren sie eine Erleichterungsrally.

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(sda/gku/ama)