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Entscheid
Britische Notenbank bleibt bei ultra-lockerer Politik

Bank of England: Wenig Neues vor dem 23. Juni. Keystone

Die britische Notenbank belässt den Leitzins bei tiefen 0,5 Prozent. Auch das Anleihen-Kaufprogramm bleibt bestehen. Vor dem Brexit-Votum gibt es keine Experimente.

Veröffentlicht am 16.06.2016

Die Notenbank in London hält eine Woche vor dem Referendum über einen EU-Austritt an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik fest und warnt vor den Folgen eines Brexits. Die Bank of England (BoE) entschied am Donnerstag, den Leitzins bei 0,5 Prozent zu belassen.

Auch das Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund bleibt bestehen. Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, entschieden die Währungshüter um BoE-Chef Mark Carney einstimmig. Über den sogenannten Brexit stimmen die Briten am 23. Juni ab.

Investitionsentscheidungen hinausgezögert

Erneut warnten die Währungshüter eindringlich vor den Folgen eines Austritts, der auch Risiken für die Weltwirtschaft berge. Zugleich zeige sich bereits, dass wegen der mit dem Votum einhergehenden Unsicherheit Investitionsentscheidungen in Grossbritannien hinausgezögert würden.

Die Währungshüter diskutierten auf der geldpolitischen Sitzung bereits Notfallpläne für den Fall eines Brexits. Ein EU-Austritt würde nach Ansicht mancher Experten die Notenbank zu einer Zinssenkung zwingen.

(sda/gku)

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