Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr von den Belastungen der Euro-Schuldenkrise erholen. Zwar dürften die Bremskräfte vom Aussenhandel auch im ersten Quartal belasten, schreibt die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht.

«Ab dem Frühjahr könnten die zyklischen Auftriebskräfte aber wieder die Oberhand gewinnen.» Im Schlussquartal 2011 war die deutsche Wirtschaft erstmals seit der schweren Rezession 2009 wieder leicht geschrumpft.

Stützende Faktoren sieht die Bundesbank zum einen im Bausektor: «Die lebhafte Baunachfrage wird der Konjunktur auf absehbare Zeit kräftige Impulse verleihen.» Auch der private Konsum dürfte die Konjunktur nach wie vor stützen.

«Die Geldpolitik wird weiter sehr expansiv wirken, und die reichliche Liquidität sorgt für ein sehr niedriges Zinsumfeld.» Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), in deren Verbund die 17 nationalen Notenbanken des Euroraums arbeiten, liegt derzeit auf einem Rekordtief von 1,0 Prozent.

(vst/awp)

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