Die China-Hilfe für Europa wird immer konkreter: China werde über den Internationalen Währungsfonds und den Euro-Rettungsschirm EFSF eine grössere Rolle bei der Lösung der Probleme in Europa spielen, sagte Zentralbank-Gouverneur Zhou Xiaochuan anlässlich des EU-China-Gipfels in Peking. Zudem unterstütze die chinesische Notenbank die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihren Bemühungen zur Eindämmung der Schuldenkrise.

Zugleich bekräftigte Zhou seine Überzeugung, dass die Staats- und Regierungschefs in Europa die Schuldenprobleme in den Griff bekommen würden. Als Beispiel führte er den jüngst vereinbarten Fiskalpakt an, der die Haushaltsdisziplin erheblich verbessern werde. Der Vertrag sei ein grosser Schritt hin zu einer Wirtschafts- und Fiskalunion.

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte Europa zuvor Hilfe bei der Lösung der Schuldenkrise zugesichert. Wie diese konkret aussehen soll, liess Wen beim EU-China-Gipfel in Peking aber offen.

Am Montag hatte der chinesische Staatsfonds CIC erklärt, er wolle zwar in europäische Firmen investieren, jedoch nicht in europäische Staatsanleihen. China besitzt die weltweit grössten Devisenreserven.

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Das kommunistische Land hat mehrfach seine prinzipielle Bereitschaft zu Hilfen signalisiert, hat aber auch stets betont, dass Europa zunächst selbst aktiv werden müsse, um die Schuldenkrise beizulegen.

(vst/laf/sda)