In Griechenland sind die neuen Minister im Kabinett von Ministerpräsident Alexis Tsipras vereidigt worden. Der neue Arbeitsminister Giorgos Katrougalos kündigte am Samstag harte Verhandlungen über ein drittes Kreditprogramm an.

«Unser Ziel ist es, das Abkommen nicht einfach abzusegnen, sondern entschieden um die Konditionen zu kämpfen», sagte er. Es gebe viele schwammige Bedingungen in dem Text. Eine Vereinbarung müsse sozial gerecht sein.

Tsipras bleibt sehr beliebt

Bei der Kabinettsumbildung mussten die Kritiker des Abkommens mit der Euro-Gruppe gehen. Tsipras hatte die Zustimmung des Parlaments zu den Reformen, von der die Gläubiger die Aufnahme von Verhandlungen über ein drittes Milliarden-Hilfspaket abhängig gemacht hatten, nur dank der Unterstützung der Opposition erhalten.

Obwohl Tsipras damit eine Kehrtwende vollzog, bleiben die Zustimmungswerte für ihn hoch. In einer in der linksgerichteten Zeitung «Efimerida Ton Syntaknon» veröffentlichten Umfrage kommt seine Syriza-Partei auf 42,5 Prozent. Dagegen erhielte die grösste Oppositionspartei Nea Dimokratia bei einer Wahl derzeit nur 21,5 Prozent.

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Zudem sprachen sich 70 Prozent für das neue Hilfsprogramm aus, wenn Griechenland damit in der Euro-Zone bleiben kann.

(sda/gku)