1. Home
  2. Konjunktur
  3. Deutsche Wirtschaft klotzt, Frankreichs kleckert

BIP
Deutsche Wirtschaft klotzt, Frankreichs kleckert

Schiffsschraubenbau in Rostock: Die deutsche Wirtschaft legt stark zu. Keystone

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet. In Frankreich dagegen verlor die Wirtschaft im vierten Quartal an Schwung.

Veröffentlicht am 13.02.2015

In Deutschland ist das Bruttoinlandprodukt von Oktober bis Dezember 2014 um 0,7 Prozent zum Vorquartal gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dafür sorgten vor allem kauffreudige Konsumenten und steigende Investitionen der Unternehmen.

Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen von 0,1 bis 0,5 Prozent reichten. Anfang 2014 war die Wirtschaft sogar um 0,8 Prozent gewachsen, ehe sie im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpfte und im dritten Quartal um 0,1 Prozent zulegte.

Deutschland wächst etwas schneller als erwartet

2014 wuchs Europas grösste Volkswirtschaft dank des kräftigen Endspurts mit 1,6 (bislang 1,5) Prozent etwas schneller als bislang angenommen. 2013 hatte es nur zu einem Mini-Plus von 0,1 Prozent gereicht. Die deutsche Regierung erwartet im laufenden Jahr ein Plus von 1,5 Prozent.

Das französische Bruttoinlandprodukt hingegen legte von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,1 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee ebenfalls am Freitag in Paris mitteilte. Im Vorquartal reichte es noch zu einem Plus von 0,3 Prozent.

Plus für Frankreich vorhergesagt

Die nach Deutschland zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone wird der EU-Kommission zufolge in diesem Jahr etwas schneller wachsen. Für 2015 sagt sie ein Plus von 1,0 Prozent voraus nach 0,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Das Land leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit und steigenden Staatsschulden.

(sda/tno/ama)

Anzeige