Das Bruttoinlandprodukt legte gemäss den vorläufigen Zahlen um drei Prozent zu, wie das deutsche Statistische Bundesamt heute bekannt gab. Im Jahr 2010 hatte die Wirtschaft um 3,7 Prozent zugelegt, das Krisenjahr 2009 hatte Deutschland mit einem Minus von 5,1 Prozent die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gebracht.
Dank der guten Konjunktur konnte Deutschland sein Haushaltsdefizit reduzieren. Das Minus in der Staatsschatulle belief sich nach Angaben des Bundesamtes auf 1,0 Prozent des BIP.

Damit hat Deutschland erstmals seit drei Jahren wieder den EU- Stabilitätspakt eingehalten, der eine Obergrenze des Defizits von 3,0 Prozent festlegt. In den Jahren 2009 (3,2 Prozent) und 2010 (4,3 Prozent) hatte die Bundesrepublik dagegen verstossen. Unter dem Strich stand für das vergangene Jahr ein Minus von 26,7 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr erwarten Ökonomen angesichts des weltweiten Konjunkturabschwungs und der anhaltenden Schuldenkrise im Euro-Raum eine deutliche Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung. Im Schnitt rechnen die Experten mit 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum.

(chb/laf/sda)