Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geht davon aus, auch in diesem Jahr angesichts steigender Steuereinnahmen weniger neue Schulden machen zu müssen als geplant. Man werde den Haushaltsplan «ein Stück weit unterschreiten», sagte der CDU-Politiker am Sonntag im Deutschlandfunk.

Derzeit kalkuliert die Regierung noch mit rund 25 Milliarden Euro neuen Schulden, in denen 8 Milliarden für den Fluthilfefonds enthalten sind. Schäuble verwies darauf, dass die Regierung vorsichtig rechne und bislang in jedem Jahr bei der Neuverschuldung besser dagestanden haben als im Haushaltsplan zunächst unterstellt.

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Im ersten Halbjahr verbuchten Bund und Länder bei den Steuereinnahmen ein Plus von 3,5 Prozent und lagen damit besser als erwartet. Die Steuerschätzer haben für das Gesamtjahr ein Plus von 2,5 Prozent vorhergesagt. Vor allem bei der Lohnsteuer gab es wegen des stabilen Arbeitsmarktes und den Tarifabschlüssen ein besonders deutliches Plus.

(tno/reuters)