Das Ifo-Geschäftsklima - wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft - hat im Juni um 1,6 Punkte auf 105,3 Zähler nachgegeben, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilt. Das ist der tiefste Stand seit März 2010. Bankvolkswirte nannten durchweg die Krise insbesondere in grossen Euro-Ländern wie Spanien und Italien als Hauptgrund.

Von Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem etwas moderateren Rückgang auf 105,8 Punkte gerechnet. «Die deutsche Wirtschaft befürchtet zunehmende Beeinträchtigungen durch die Eurokrise», kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Umfragewerte.

Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Unternehmen scheinen sich aber noch in Grenzen zu halten. Denn während die Erwartungshaltung deutlich nachgab, beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Lage sogar besser als im Vormonat.

In den einzelnen Sektoren fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Während sich die Stimmung in der Industrie und bei den Dienstleistern verschlechterte, hellte sie sich im Einzelhandel und im Baugewerbe etwas auf. Das Ifo-Geschäftsklima basiert auf einer monatlichen Umfrage unter rund 7000 Unternehmen.

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(tno/awp)