Der Euro bleibt nach dem US-Dollar die zweitwichtigste Reservewährung. Sein Anteil an den weltweiten Währungsreserven nimmt aber weiter ab.

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, hatte die Gemeinschaftswährung Ende vergangenen Jahres einen Anteil von 24,4 Prozent an den Reserven der Notenbanken und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das ist fast ein Prozentpunkt weniger als ein Jahr zuvor.

Euro nach der Krise

Damit setzt sich ein Negativtrend für den Euro fort, der Mitte 2010 mit Ausbruch der Euro-Schuldenkrise begann. Der Anteil des US-Dollars an den Währungsreserven blieb laut EZB gemessen zu festen Wechselkursen stabil bei 61 Prozent.

Der japanische Yen legte das zweite Jahr in Folge zu und kam auf einen Anteil von 3,9 Prozent. Der Yen lag damit erstmals seit 2006, dem letzten Jahr vor Ausbruch der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, wieder fast gleichauf mit dem britischen Pfund. Dessen Anteil an den Weltwährungsreserven lag Ende vergangenen Jahres bei 4,0 Prozent und damit auf dem Niveau von 2012.

Kanadischer und Australischer Dollar legen zu

Zugenommen hat laut EZB auch die Bedeutung von kanadischen und australischen Dollar. Ihr gemeinsamer Anteil stieg zusammen mit dem Schweizer Franken von 2,6 auf 3,4 Prozent. Die restlichen Währungen gaben hingegen von 3,2 auf 2,9 Prozent nach.

Insgesamt hielten die Notenbanken am Stichtag 31. Dezember 2013 Devisen im Gegenwert von umgerechnet 11,7 Billionen Dollar - ein neuer Rekord. Allerdings werden von den Statistikern nur gut die Hälfte der Reserven erfasst, da zahlreiche Zentralbanken nicht veröffentlichen, wie sich ihre Währungsreserven zusammensetzen - so etwa die chinesische Zentralbank.

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(sda/lur/me)