Führende französische Sozialisten haben sich bei der ersten Fernsehdebatte der angehenden Präsidentschaftsanwärter von ihrem Parteifreund Dominique Strauss-Kahn distanziert.

Der frühere IWF-Chef war erst diesen Monat nach Frankreich zurückgekehrt, nachdem die New Yorker Staatsanwaltschaft eine Hotelangestellte, die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben hatte, als nicht glaubwürdig eingestuft hatte.

Vor seiner Festnahme im Mai galt Strauss-Kahn als aussichtsreicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten. Die Wahl des neuen Staatsoberhauptes findet im kommenden Jahr statt.

Bei einer am Donnerstagabend ausgestrahlten Fernsehdiskussion quittierte der in den Umfragen führende François Hollande eine Frage nach Strauss-Kahns politischer Zukunft mit einem Achselzucken.

Andere Sozialisten sagten, es gebe keinen Grund über Strauss-Kahn zu diskutieren. Es wird erwartet, dass dieser sich am Sonntag erstmals seit seiner Festnahme im französischen Fernsehen äussert.

(rcv/sda)