Im von einer Staatspleite bedrohten Portugal hat die Zentralbank ein düsteres Zukunftsbild gezeichnet. Bis 2013 werde es eine bisher nie dagewesene Wirtschaftsflaute geben, heisst es in einem Bericht der Banco de Portugal.

Trotz der erfolgreichen Massnahmen zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen würden wohl neue Spar-Aktionen nötig sein. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2012 nach einem geschätztem Rückgang um 1,6 Prozent im Jahr 2011 um weitere 3,1 Prozent schrumpfen. Im Jahr 2013 werde es bestenfalls ein Plus von 0,3 Prozent geben.

Die Notenbank prognostiziert für 2012 einen «nie dagewesenen Rückgang» des Privatkonsums um 6,0 Prozent. Bei anhaltend restriktiver Kreditvergabe würden die Investitionen 2012 um 12,8 Prozent sinken. Die Inflation werde trotz Rezession deutlich über 3 Prozent betragen.

Die Arbeitslosigkeit, die erst jüngst ein Rekordniveau von 13,2 Prozent erreicht, wird nach diesen Schätzungen bis Ende 2012 weiter steigen. Bei Abweichungen von diesen Prognosen seien eher noch negativere Zahlen zu erwarten, warnt die portugiesische Zentralbank.

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(rcv/sda)