In Estland hat ein Mann sich nach einer Geiselnahme mit Schüssen im Verteidigungsministerium selbst getötet. Das erklärte die Polizei am Donnerstag. Die Hintergründe der Tat in Tallinn waren nicht bekannt.

Der Mann habe sich während des durch ihn ausgelösten Polizei-Einsatzes selbst erschossen, zitierte das Nachrichtenportal Delfi einen Polizeisprecher. Nach Medienberichten hatte der Mann eine Explosion ausgelöst und zwei Geiseln genommen, die aber unverletzt frei kamen.

Das Gebäude war geräumt und die Gegend abgeriegelt worden. Verteidigungsminister Mart Laar befand sich zum Zeitpunkt der Schüsse nicht in dem Gebäude. Verletzte soll es keine gegeben haben, berichtete das staatliche Radio.

Ministeriumssprecher Peeter Kuimet erklärte, es habe im Inneren des Gebäudes in der Hauptstadt Tallinn «einen Zwischenfall mit Schusswaffen» gegeben. Alle Mitarbeiter hätten das Ministerium verlassen, sagte Regierungssprecher Martin Jasko.

(laf/tno/sda)