Der Haushalt der Europäischen Union soll im kommenden Jahr 135,5 Milliarden Euro umfassen. Vertreter der 28 EU-Staaten, des Europäischen Parlaments und der Kommission einigten sich in Brüssel auf das Budget, in dem auch bis zu 3,9 Milliarden Euro zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa vorgesehen sind.

Das EU-Parlament hatte ursprünglich Ausgaben von 136,4 Milliarden gefordert, aber EU-Diplomaten zufolge wollten das die Nettozahler - darunter Deutschland - nicht mittragen. Insgesamt schrumpft der Haushalt im Vergleich zu diesem Jahr um sechs Prozent, nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten im Februar darauf geeinigt hatten, die Ausgaben für die Haushaltsperiode von 2014 bis 2020 zu kürzen.

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Zu wenig im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Kritiker monieren, dass die veranschlagten 3,9 Milliarden Euro bei weitem nicht ausreichen, um den etwa 19 Millionen jungen Arbeitslosen in Europa wirksam helfen zu können. Pro Kopf bliebe nur ein Betrag von etwa 200 Euro. Mit dem Geld sollen Jobs geschaffen sowie die Aus- und Weiterbildung verbessert werden.

Etwa zwei Drittel der nun beschlossenen Summe fliessen in Zuschüsse für Landwirte sowie in Infrastrukturprojekte. Dazu gehört der Strassenausbau in osteuropäischen Ländern. Die Einigung muss noch vom EU-Parlament und den Mitgliedsstaaten abgesegnet werden. 

(reuters/muv/aho)