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Zuwanderung
EU-Bevölkerung wächst nur noch langsam

Spass mit Seifenblasen in Köln: Deutschland und die EU haben eine tiefe Geburtenrate. Keystone

Die Zahl der Menschen in der EU ist seit 2013 um bloss drei Millionen gewachsen. Der Anteil Europas an der Weltbevölkerung ist damit zurückgegangen. Grund ist die niedrige Geburtenrate.

Veröffentlicht am 02.09.2016

Mit der Zuwanderung ist die Zahl der Menschen in der Europäischen Union seit 2013 um drei Millionen gewachsen - von 506 Millionen auf 509 Millionen im Jahr 2015. Die neuesten Daten meldete das Statistikamt Eurostat am Freitag. Trotzdem schwand der Anteil Europas an der Weltbevölkerung in derselben Zeit von 7,1 Prozent auf 6,9 Prozent. Denn in anderen Weltregionen wuchs die Bevölkerung viel rascher. 2013 wurden 7,1 Milliarden Menschen geschätzt, 2015 waren es schon 7,3 Milliarden weltweit.

Die EU-Länder haben laut Eurostat mit 1,5 Geburten pro Frau die drittniedrigste Rate aller Industrie- und Schwellenländer. Nur Südkorea mit 1,2 Geburten und Japan mit 1,4 haben in der Gruppe der G20 noch geringere Werte. Durchschnittlich liegt die Geburtenrate weltweit hingegen bei 2,5.

Viele alte Leute

Nach Japan hat die EU auch die älteste Bevölkerung. Eurostat gibt das mit einem sogenannten Altenquotienten an. Gemeint ist das Verhältnis älterer Menschen über 65 zur Anzahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 14 und 64 Jahren. In Japan liegt er bei 41,9 Prozent, dann kommen die EU mit 28,1 Prozent und Kanada mit 23 Prozent. Weltweit liegt der Durchschnitt hingegen bei 12,3 Prozent.

Laut der Statistik 2015 waren 6,8 Prozent der in der EU lebenden Menschen nicht hier geboren. Zum Vergleich: In Saudi-Arabien waren es 32,3 Prozent, in Australien 28,2 und in Kanada 21,8 Prozent. Auch in den USA liegt der Anteil der Zuwanderer mit 14,5 Prozent drastisch höher. Schwindend gering ist er hingegen in China mit 0,1 Prozent und in Indonesien mit weniger als 0,05 Prozent.

(sda/gku)

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