Soll noch einer behaupten, den Ökonomen mangle es an Kreativität. «Seit zwei Jahren ist die Geldpolitik in der Eurozone das dominante Thema», schreibt Michael Cembalest, Investmentchef von JP Morgan, in seinem Kommentar «Eye On The Market». Nun greift er zu einem aussergewöhnlichen Ansatz: «Wie sieht ein Neunjähriger die Krise», fragt er und erhält Unterstützung von Altbekannten - von Lego-Figuren.

Da mutieren die deutschen Parteien zu Rittern, die EU-Kommission und die Finanzminister der Eurozone zu kampfbereiten Helden oder die deutsche Bundesbank - in Anlehnung an den Ring des Nibelungen - zu Wotan. 

«Mir gefällt die Vorstellung, dass die Schlüsselpersonen in der ganzen Krisendebatte gemeinsam in einem Raum vor einer Lego-Spielzeugkiste sitzen und sich mit diesen Figuren gegenseitig die vertrackte Situation erklären», kommentiert Felix Salmon in seinem Reuters-Blog die Studie. Dass Lego-Figuren alleine nicht den Ausweg aus der Krise weisen können, zeigen allerdings die Blog-Kommentare: «Ich bin älter als neun Jahre, verstehe die mit Pfeilen gekennzeichneten Zusammenhänge aber nicht», heisst es dort.

(laf)