Der Schuldenberg der Euro-Länder und EU-Mitglieder ist zu Jahresbeginn auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat kletterte der Schuldenstand der 18 Euro-Staaten gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2014 auf 93,9 Prozent.

Das war ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal mit 92,7 Prozent, teilte Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Auch in der EU ufert die Verschuldung der öffentlichen Haushalte weiter aus und kletterte von 87,2 auf 88,0 Prozent.

60 Prozent ist Maximum

Unter den Staaten mit den höchsten Verschuldungsquoten lag auch zu Jahresanfang das Euro-Sorgenkind Griechenland ganz vorne (174,1 Prozent), gefolgt von Italien (135,6 Prozent) und Portugal (132,9 Prozent). Die niedrigsten Quoten hatten Estland (10,0 Prozent), Bulgarien (20,3 Prozent) und Luxemburg (22,8 Prozent). Deutschland lag mit 77,3 Prozent im Mittelfeld.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt legt für die Europäische Währungsunion erlaubte Höchstmarken fest. Laut Maastricht-Kriterium dürfen die gesamten Schulden eines Staates 60 Prozent des BIP nicht überschreiten.

(awp/me)