Wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilt, ist das Gesamtdefizit im Euroraum 2010 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 6,3 Prozent im Jahr 2009 auf 6,0 Prozent 2010 gesunken. Der Schuldenstand stieg indes von 79,3 Prozent zum Ende des Jahres 2009 auf 85,1 Prozent Ende 2010 an.

Das Haushaltsdefizit der auf Hilfsgelder aus dem europäischen Rettungsfonds angewiesenen Länder Griechenland und Portugal fiel derweil höher aus als erwartet. Für Portugal lag es für 2010 bei 9,1 Prozent vom BIP. Die geschäftsführende Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten José Sócrates hatte sich 7,3 Prozent zum Ziel gesetzt.

Der Fehlbetrag im griechischen Haushalt belief sich 2010 auf 10,5 Prozent vom BIP. Zunächst war Athen von etwa 9,5 Prozent ausgegangen. Das höchste Staatsdefizit im Euroraum verzeichnete Irland mit 32,4 Prozent. Erlaubt sind laut den "Maastricht-Kriterien"höchstens drei Prozent.

(tno/laf/awp)