Im Euroraum ist die Stimmung der Einkaufsmanager im August auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Der Einkaufsmanagerindex sei von 51,1 Punkten im Vormonat auf 50,7 Zähler gefallen, teilte das Forschungsunternehmen Marki in London in einer zweiten Schätzung mit. In der Erstschätzung war noch eine konstante Stimmung ermittelt worden. Experten hatten einen Wert von 50,9 Punkten erwartet.

Im Dienstleistungssektor sank der Indikator jedoch nur leicht von 51,6 auf 51,5 Punkte. In der Industrie trübte sich die Stimmung nach Zahlen von Donnerstag deutlich 50,4 auf 49,0 Zähler ein. Damit liegt die Industrie-Kennzahl unter der wichtigen Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Ab 50 Punkten: Kein Wachstum

In der grössten Euroraum-Wirtschaft Deutschland trübte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor zwar ein, allerdings nicht so stark wie zunächst ermittelt. In der zweitgrössten Volkswirtschaft Frankreich hellte sich die Stimmung im Service-Sektor sogar stärker als erwartet auf. In Italien, wo keine Erstschätzung durchgeführt wird, sank der Indikator nur leicht.

Ab einem Wert von 50 Punkten deuten die Indikatoren auf einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität hin. Liegen die Kennzahlen unter diesem Wert, kann von einem Rückgang ausgegangen werden.

Einzalhandel besser als erwartet

Besser als die Einkaufsmanagerindices fielen dagegen die Umsätze des Euro-Einzelhandels aus: Im Monatsvergleich seien die Umsätze um 0,2 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Im Vormonat waren die Umsätze um revidiert 0,7 Prozent (zunächst 0,9) gestiegen.

Im Jahresvergleich sanken die Umsätze im Juli den Angaben zufolge um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten hier einen Rückgang um 1,0 Prozent prognostiziert. Im Vormonat waren die Umsätze noch um revidierte 0,7 Prozent (zunächst 0,4) gefallen.

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(laf/tno/awp)