Die Eurozone setzt ihren leichten Aufschwung fort. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel im September zwar um 0,4 auf 53,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter rund 4000 Dienstleistern und Industriebetrieben mitteilte.

Das Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. «Die Eurozone blieb auf solidem Wachstumskurs», erklärte das Institut. «Überdies deuten die verstärkten Zuwächse bei Auftragseingang und Auftragsbeständen darauf hin, dass es auch in den nächsten Monaten aufwärts gehen dürfte.»

«Frankreich bleibt das Sorgenkind Nummer 1»

Allerdings sieht es nicht in allen Ländern rosig aus. «Frankreich bleibt das Sorgenkind Nummer 1», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Dort wachse die Wirtschaft nur minimal. Besser sehe es in Deutschland aus, noch besser in lange kriselnden Staaten wie Spanien.

«Dennoch ist die Wachstumsrate nach wie vor nicht hoch genug, um entweder zu einer steigenden Inflation oder zu einem verstärkten Stellenaufbau zu führen», sagte Williamson. Er geht davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone im laufenden Sommer-Quartal um rund 0,4 Prozent zulegt und damit so stark wie im Frühjahr.

Anzeige

(sda/gku)