Der Leitzins in der Eurozone könnten schon bald erneut ansteigen. Das hat Jürgen Stark, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisiert. Angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs müsse die Wirtschaft weniger durch die Geldpolitik gestützt werden, sagte Stark, der das Ressort Volkswirtschaft verantwortet.

"Die wirtschaftliche Erholung ist nachhaltig und hat sich verbreitert." Das Mass an Unterstützung, wie es seit Beginn der Finanzkrise geleistet wurde, sei daher laut Stark nun nicht mehr nötig. Die EZB hatte im April ihren Leitzins auf 1,25 Prozent angehoben. Volkswirte erwarten die nächste Erhöhung im Juli.

Ausserdem forderte Stark die Länder mit finanziellen Problemen in der Eurozone auf, ihre Anstrengungen zu verstärken. Es seien zusätzliche haushaltspolitische Massnahmen notwendig. Auch an der Wettbewerbsfähigkeit müsse man feilen.

(laf/tno/awp)