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Eurozone-Schulden fallen auf Mehrjahrestief

Ein Euro ins Kässeli: Mit den Staaten der Eurozone geht es aufwärts. Keystone

Die Schulden in der Eurozone sind auf den niedrigsten Stand seit 2012 gefallen. Grund ist die Rückzahlung von Schulden an den Internationalen Währungsfonds. Einige Länder sind aber noch nicht sicher.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Der Schuldenstand in der Eurozone ist im dritten Quartal 2016 auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Die zusammengerechnete Verschuldungsquote der 19 Euro-Staaten sank auf 90,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. Dies waren 1,1 Prozentpunkte weniger als im zweiten Quartal 2016 und der geringste Stand seit dem vierten Quartal 2012.

Den mit Abstand höchsten Schuldenstand hatte weiter das am Tropf internationaler Gläubiger hängende Griechenland mit 176,9 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP), wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte Dies waren allerdings 2,9 Prozentpunkte weniger als noch drei Monate zuvor.

Italien weit über 100 Prozent

Grund war insbesondere die Rückzahlung von Schulden an den Internationalen Währungsfonds. In absoluten Zahlen betrug die griechische Schuldenlast Ende September 2016 noch 311,2 Milliarden Euro, gut vier Milliarden Euro weniger als zuvor.

Deutschlands Schuldenquote sank laut Eurostat um 0,7 Punkte auf 69,4 Prozent der Wirtschaftsleistung. Dies entsprach in absoluten Zahlen 2,16 Billionen Euro. Frankreich und Italien standen praktisch genauso hoch in der Kreide. Im Vergleich zur Wirtschaftsleistung schlug ihre Verschuldung aber deutlich höher zu Buche: bei Frankreich mit 97,5 Prozent des BIP und im Falle Italiens mit 132,7 Prozent des BIP.

Gesamtverschuldung von 83,3 Prozent

In der gesamten EU sank die Verschuldung auf 83,3 Prozent. Dies waren 0,9 Punkte weniger als im zweiten Quartal 2016 und der niedrigste Stand seit dem ersten Quartal 2012.

(sda/gku/chb)

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