Die Industrie in der Eurozone steuert auf eine Rezession zu. Im Oktober schrumpften die Geschäfte den dritten Monat in Folge und die Unternehmen setzten unter dem Druck der Schuldenkrise und der nachlassenden globalen Nachfrage ihre Talfahrt beschleunigt fort.

«Die Schwäche breitet sich nun auch in den Kernländern aus, während die Peripherie-Länder weiter tief in der Rezession verharren», heisst es in einer Markit-Umfrage unter 3000 Firmen. «Selbst mit Deutschlands Industrie geht es jetzt bergab», sagte Markit-Ökonom Rob Dobson.

Der Sektor schrumpfte erstmals seit zwei Jahren wieder, der Markit-Einkaufsmanagerindex fiel um 1,2 auf 49,1 Punkte und rutschte damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Das Stimmungsbarometer für das Währungsgebiet sackte nach endgültigen Berechnungen sogar um 1,4 auf 47,1 Punkte. Abwärts ging es vor allem für die Industrie in Griechenland und Italien, während der irische Index erstmals seit Mai wieder knapp über die 50-Punkte kletterte. Ab einem Wert von 50 Punkten sprechen die Zahlen für einen Wachstumskurs, fällt der Wert unter die Markte stehen die Zeichen auf Rezession.

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Im gesamten Euro-Raum ging das Neugeschäft den fünften Monat in Folge zurück, das Auftragsminus war so gross wie zuletzt im Mai 2009. Auch die Exportorders schrumpften deutlich.

(laf/sda)